Hardware-in-the-Loop Konfiguration
Hardware-in-the-Loop-Konfigurationen (HiL-Konfigurationen) sind ein zentraler Bestandteil von TESTMETRIX®.
In einer HiL-Testumgebung sind die Hardware-Komponenten – wie Testgeräte und das Device under Test (DuT), also der Prüfling – in der Regel stationär.
Die Software, insbesondere auf dem DuT, verändert sich jedoch mit jedem Testdurchlauf, da während der Entwicklung kontinuierlich neue Software- oder Firmwarestände getestet werden.
Ein DuT besteht dabei häufig aus mehreren Komponenten (z. B. mehreren PCBs).
Je nach Komplexität des Teststands existieren somit mehrere Hardwarekomponenten mit jeweils eigenen, sich verändernden Softwareversionen.
Nachverfolgbarkeit durch HiL-Konfigurationen
Um eine lückenlose Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten, werden für jeden Testdurchlauf die verwendeten Softwareversionen über die HiL-Konfiguration erfasst.
Dadurch ist jederzeit nachvollziehbar welche Softwarestände auf welchen Komponenten verwendet wurden
Vorteil für die Fehlerursachenanalyse
Durch die Definition eines HiL-Teststands mit allen zugehörigen Hardware- und Softwarekomponenten wird eine hohe Reproduzierbarkeit erreicht. Dies erleichtert die Fehlerursachenanalyse erheblich, da:
- Testumgebungen exakt nachvollzogen werden können
- Unterschiede zwischen Testläufen sichtbar werden
- Fehler gezielt auf bestimmte Softwarestände zurückgeführt werden können
Verwendung der HiL-Konfiguration
1. HiL-Teststand definieren
Der HiL-Teststand wird einmalig in der Benutzeroberfläche definiert.
Dabei wird unterschieden zwischen:
- Device under Test (DuT)
- Testsystem-Komponenten (z. B. Oszilloskope, Logic Analyzer)
Testsystem-Komponenten besitzen in der Regel keine sich ändernden Softwareversionen und müssen daher nicht versioniert werden.
DuT-Komponenten hingegen haben typischerweise wechselnde Softwarestände, die erfasst werden müssen.
Diese Unterscheidung ist wichtig für die spätere HiL-Konfigurationsdatei.
2. HiL-Konfigurationsdatei verwenden
Nach der Erstellung steht ein Muster für eine HiL-Konfigurationsdatei zum Download bereit.
Dieses File wird verwendet, um TESTMETRIX® nach jedem Testlauf mitzuteilen, welche Softwareversionen auf den einzelnen DuT-Komponenten verwendet wurden.
3. Softwareversionen aktualisieren
Nach jedem Testdurchlauf werden die entsprechenden Felder in der HiL-Konfigurationsdatei automatisiert (z. B. per Skript) mit den tatsächlich verwendeten Softwareversionen befüllt.
4. Upload über die REST-API
Anschließend wird die HiL-Konfigurationsdatei zusammen mit den Testdaten über die REST-API hochgeladen.
Beispiel: Bluetooth Gateway Teststand
Der folgende Teststand besteht aus einem ESP32-Gateway-PCB als DuT, einem BLE Peripheral Simulator sowie einem TAF-System mit zugehörigem Test-Repository.
Nach der Definition dieses Teststands in der Benutzeroberfläche steht folgende Muster-Konfigurationsdatei zum Download bereit:
hil_config:
hil_name: "Bluetooth Gateway HiL Bench"
components:
- name: "ESP32 Gateway PCB"
hw_version: "rev-1.2"
sw_version: ""
- name: "BLE Peripheral Simulator"
hw_version: "rev-2.0"
sw_version: ""
- name: "TAF"
sw_version: ""
- name: "Bluetooth Test Repository"
sw_version: ""
Die Felder sw_version sind bewusst leer gehalten. Vor jedem Testlauf werden sie mit den tatsächlich verwendeten Softwareversionen befüllt und anschließend zusammen mit den Testdaten über die REST-API hochgeladen.